Königliche Badkultur

DAS KÖNIGLICHE BAD ALS ORT DER INSPIRATION

Bereits Kurfürst Maximilian Emanuel ließ 1722 eine prachtvolle Badeanlage im Park von Schloss Nymphenburg errichten. Die Badenburg gilt als erstes beheizbares Hallenbad der Neuzeit und steht in einer langen Tradition von den prunkvollen Bädern der römischen Kaiser bis zur Idee des barocken Badebetriebs. Das mit blau-weißen Delfter-Kacheln verzierte Becken war so tief, dass man sogar darin schwimmen konnte. Die Decke des mit Stuckmarmor verkleideten Badesaals war mit Nymphen und Najaden versehen.

König Ludwig II. plante für das Schloss Neuschwanstein ein Ritterbad als Reminiszenz an das Mittelalter, das über einen für die damalige Zeit einmaligen Warmwasserkreislauf gespeist werden sollte. Im weitläufigen Park von Schloss Linderhof ließ er zu Ehren der Wagneroper „Tannhäuser“ eine Grotte mit See erschaffen. Ludwig ließ sie mit einem Wasserfall und einem muschelförmigen Kahn ausstatten und für die perfekte Illusion sorgten ein Regenbogen-Projektions-Apparat und eine Wellenmaschine. Sieben Öfen dienten der Beheizung der Grotte, deren Beleuchtung über das erste dynamobetriebene Elektrizitätswerk der Welt erfolgte.

Diese über viele Generationen weitergegebene „l‘art du bain“ ist die Inspirationsquelle für die nun vorliegende Textiledition KLvB- Das königliche Bad.

KÖNIG LUDWIGS WASCHTISCH

Besonderer Blickfang des königlichen Schlafzimmers in Schloss Neuschwanstein ist der reich verzierte Waschtisch. Der Wasserspender ist in Form eines versilberten Schwans gearbeitet. Die vom königlich Bayerischen Hofsilberschmied Eduard Wollenweber gefertigte Waschgarnitur mit Wasserkanne, Schwamm- und Seifenbehälter ist ebenfalls mit Schwänen verziert.

BADEKULTUR IM ROKOKO

Die Badenburg gilt als erstes beheizbares Hallenbad der Neuzeit und steht in einer langen Tradition von den prunkvollen Bädern der römischen Kaiser bis zur Idee des barocken Badebetriebs. Die Decke des mit Stuckmarmor verkleideten Badesaals war mit Nymphen und Najaden versehen.